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Rückblick Echtzeitkongress 2009

Das Versprechen, mit dem ersten Fachkongress Echtzeitentwicklung eine hochkarätige Networking-Plattform für die Echtzeit-branche bereit zu stellen, wusste der Veranstalter INCHRON im Juni 2009 perfekt umzusetzen.

In entspannter Atmosphäre plauderten beim vorabendlichen Get-Together BMW mit ESG, Hella mit Elektrobit und auch IBM und EADS hatten ihren Spaß. Ob es dabei nur um Echtzeit ging, ist nicht überliefert.

Zum Gelingen des Abends trug auch der mit Spannung erwartete Vortrag "Nachhaltig auf Spitzenniveau" von Dr. Willibert Schleuter bei. Hierin verglich der ehemalige Entwicklungsleiter Elektrik/Elektronik der Audi AG frühere Branchenprognosen mit dem Ist-Zustand und neuesten Erwartungen. Die Verschiebung der Märkte nach Asien und den daraus resultierenden Verdrängungswettbewerb belegte Dr. Schleuter mit dramatischen Zahlen: gab es 1990 noch weltweit 30.000 Zulieferer werden es 2010 nur noch 3.000 sein. 

In diesem Kontext leitete er über zur Erfolgsgeschichte der Audi AG. Mit einer Unternehmenskultur, die Offenheit, Vernetzung und die Einbeziehung der Mitarbeiter in Veränderungsprozesse fördert, verwandelte sich der Ingolstädter Autobauer innerhalb weniger Jahre in ein modernes Unternehmen mit besten Zukunftsperspektiven. Sehr anschaulich legte Dr. Schleuter dar, wie Audi Hochleistungsteams aufbaute, in denen der rege Austausch aller Beteiligten zu Spitzenprodukten führte, auf die jeder einzelne Mitarbeiter stolz ist. Sein Fazit: Netzwerken ist der Schlüssel zum Erfolg! Und das lebt Dr. Schleuter vor, wenn er bei einer Gelegenheit wie dem INCHRON-Get-Together ehemalige Kollegen mit dem Who-is-Who der Branche zusammenführt.

Auch der eigentliche Fachkongress Echtzeitentwicklung am 23. Juni 2009 stand im Zeichen des intensiven Erfahrungsaustausches. Uwe Brodtmann, CEO der INCHRON GmbH, eröffnete die Veranstaltung mit einer kaufmännischen Betrachtung der Anforderungen an die Entwicklung eingebetteter Systeme. Schließlich sollen Produkte mit immer weniger Aufwand zu immer geringeren Kosten entwickelt werden - und das bei deutlich steigender Funktionalität. Technisch zur Sache ging es dann in der Keynote von Dr. Günter Reichart, ehemaliger Hauptabteilungsleiter Zentrale Fahrzeugsysteme bei BMW. In einem spannenden Vortrag plädierte er dafür, bereits in frühen Entwicklungsphasen zeitliches Verhalten zu berücksichtigen und einen Architekturentwurf auf Funktionsnetzebene vorzunehmen. Weitere Vorträge folgten zu den Themen Scheduling-Simulation mit chonSim, Entwicklung multifunktionaler Steuergeräte, AUTOSAR-Methodiken, Echtzeitaspekte in UML, Variantenmanagement u.v.m. Die Vorträge des Echtzeitkongresses finden Sie zum Download hier: [zu den Vorträgen]

Die Kongresspausen nutzten die 100 Teilnehmer zum weiteren Netzwerken. So sah man BMW Car IT in intensiven Gesprächen mit dem Fraunhofer Institut und BMW mit ETAS oder Gigatronik (wobei es möglicherweise um "Escapes" aus schwierigen Entwicklungsphasen ging?). Auch die INCHRON-Partner PikeTec und Helbling diskutierten rege; ebenso wie ESG mit Harmann/Becker. An den INCHRON-Demostationen informierten sich derweil zahlreiche Teilnehmer über Multiressourcen-Simulation und die Modellierung verteilter Systeme mit chronSim. Aber auch die mathematische Analyse von Echtzeiteigenschaften und Worst-Case-Antwortzeiten mittels chronVal waren für die Besucher des Fachkongresses Echtzeitentwicklung wichtige Themen.

Fachkongress Echtzeitentwicklung 2009
Fachkongress Echtzeitentwicklung 2009

Fachkongress Echtzeitentwicklung 2009 Get-Together

Fachkongress Echtzeitentwicklung 2009 Kongress

Fachkongress Echtzeitentwicklung 2009 Kongress
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